Der Titel von J.R.R. Tolkiens The Homecoming of Beorhtnoth Beorhthelm's Son ist den Lesern vermutlich zumeist bekannt aus der Textsammlung Tree and Leaf, in der seit der Ausgabe von 2001 dieses hier vorgestellte Werk enthalten ist.
Der Text besteht aus drei Teilen, von denen der mittlere der weitaus ältere und das Kernstück ist. Er wird als „dramatischer Dialog“ bezeichnet und ist gestaltet wie ein Drama für zwei Personen. Vorarbeiten sind nachweislich bereits 1931 gemacht worden (vgl. HoMe 7, 106-107), stammen also aus einer relativ frühen Epoche, als auch The Hobbit gerade erst entstand.
Zwanzig Jahre später - 1953 - wurde dieser nun abgeschlossene „dramatische Dialog“ in der Zeitschrift Essays and Studies veröffentlicht, und erst für diese Veröffentlichung hatte Tolkien die beiden anderen Teile als Erläuterungen dazu geschrieben.
Der erste Teil (unter dem Titel „Beorhtnoth's Death“) macht deutlich,
In dem dritten Teil („Ofermod“) setzt sich Tolkien mit der Hauptaussage des Gedichtes auseinander, das nach seiner Deutung eine Kritik an dem Heldentum jener Tage beinhalte.
Der mittlere Teil nun, die eigentliche Dichtung Tolkiens - ca. 18 Seiten lang - ist vom Inhalt her weitaus interessanter, als man vermuten könnte:
Zwei Männer (ein junger und ein älterer) suchen in der Nacht, nur mit einer Lampe versehen, auf dem Schlachtfeld unter Haufen von Toten nach ihrem Herrn, den zu bergen sie den Auftrag bekommen haben. Das Gespräch, das die beiden dabei führen, wirft die entscheidenden (und modernen) Fragen auf: War dieser Krieg notwendig, sind die vielen (zum Teil blutjungen) Toten notwendig gewesen?
Die Art, wie diese Diskussion geführt wird und welche unterschiedliche Stellung die beiden Männer dabei einnehmen, hat für die Tolkiendeutung insgesamt eine nicht unerhebliche Bedeutung, und das aus zwei Gründen:
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